Das Logbuch
Tag 17: Usbekistan, Tajikistan
Auch heute gab es ein Ziel: Dushanbe in Tajikistan! Nach einem sehr merkwürdigen Frühstück (Tee, "Spiegelei", "Wurst") machten wir uns sehr früh auf Richtung Osten. Die Strassen waren besser als erwartet, und wir erreichten die sehr verlorene Grenze von Usbekistan und Tajikistan am frühen Nachmittag. Die Grenzpolizisten waren wieder sehr freundlich, auf der Tajikischen Seite trafen wir sogar einen LKW-Fahrer wieder, mit dem Patrick an der Kasachisch-Usbekischen Grenze geplaudert hatte. Die Zoll-Kontroleure waren mehr an unseren iPods, als an den Drogen interessiert, die wir in unserem Auto versteckten (nein, wir haben keine Drogen und auch keine versteckt!) ;-)
Die noch 40 km von der Grenze bis Dushanbe waren eine riesen Baustelle, wobei Abschnitte schon fertig und daher sehr gut waren. Wir erfreuten uns an der Automarken-Vielfalt, die uns ja in Usbekistan so sehr fehlte, und kamen nach etwas mehr als einer Stunde in die Tajikische Hauptstadt.
Uns fiel sofort auf, dass der Lebensstandard hier wohl höher ist als in Usbekistan: Schöne, große Autos, gutgepflegte Häuser und Strassen, und gut gekleidete Menschen. Wir steuerten das erstbeste Hotel an ("Hotel Tajikistan"), nur um an der Rezeption dann zu erfahren, dass wir hier 150 US-Dollar pro Nacht bezahlen müssten.
Das war natürlich zuviel für unser kleines Rally-Budget, und so suchten wir weiter. Als nächstes steuerten wir einen Eintrag in unserem Lonely-Planet-Reiseführer an, welcher sich als Goldgriff erwies: In einem Hinterhof, und komplett unbeschildert, klopften wir an eine große Eisentür, nur um Augenblicke später mitten in "Marian's Guesthouse" und dem dazugehörigen, riesigen Garten zu stehen! Wir fuhren noch schnell zu einer (schwer überranten) Tankstelle, um all unsere Reserven wieder aufzufüllen, und checkten im "Guesthouse" ein.
Der sehr freundliche Betreiber zeigte uns unser Zimmer, und per Zufall trafen wir auch unsere Nachbarn, ein Ehepaar aus Deutschland, das per Fahrrad den Weg Richtung Osh in Kirgistan zu bestreiten. Wir plauderten eine Weile über Details unserer Reisen, Dushanbe und sonstiges, und nahmen dann einen ihrer Tipps zur Stadt wahr und suchten das von ihnen empfohlene Restaurant auf.
Natürlich hat man dort von US-Dollar oder Euro oder Visa-Karte noch nie was gehört, und so mussten wir noch einen Bankomaten suchen. Mit frischen Tajikischen Somoni (oder so) ausgestattet versuchten wir noch ein zweites Mal unser Restaurant-Glück, und siehe da, ein paar Minuten des Ignorierens seitens der Kellnerin später saßen wir vor einer typisch Tajikischen Mahlzeit: Layman, eine Art Hühnersuppe mit Nudeln und Kartoffeln. War sehr lecker, und nach unserer langen Fahrt am Vortag bitter nötig!
Satt und zufrieden machten wir uns auf den Heimweg Richtung Guesthouse, und philosophierten noch über die Abenteuer, die auf uns in den kommenden Tagen am Pamir Highway zukommen würden.
Tag 16: Usbekistan
In einem Bett aufzuwachen ist toll :-) Wir schliefen gut, und das Frühstück war mehr als üppig! Nach den Tipps des "Tourist-Drivers" vom Vortag hatten wir heute ein Ziel: Qarshi.
Am Weg dorthin machten wir, auch aufgrund der Tipps, einen Abstecher nach Khiva. Patrick fluchte zwar zuerst über den zweistündigen Umweg, als wir dann aber vor den Mauern der Altstadt Khivas standen war er überzeugt: Der Abstecher hat sich gelohnt! Die Altstadt ist super erhalten, und sieht aus wie aus einem Film: Enge Gassen, alte Häuser und alles sandfarben. Hier ein paar Eindrücke:
Auf dem darauf folgenden Weg (400 km durch eine Wüste, 36 Grad) haben wir ein paar Fakten und Erfahrungen zu und mit Usbekistan zusammengetragen:
Interessanter Weise sieht man nur zwei Auto-Marken: Chevrolet und Daewo. Alle Autos fahren mit Propan-Gas, daher bekommt man normalen Benzin nur auf dem Schwarzmarkt. Die Strassenbedingungen sind/waren sehr schlecht bis sehr gut, in der erwähnten Wüste zum Beispiel wurde eine ganz neue Autobahn gebaut. An den Übergängen zwischen den "Bundesländern" Usbekistans gibt es immer Polizeikontrollen, wobei wir als Touristen immer angehalten, kurz befragt und dann in ein handschriftliches "Register" (immer in Karo-Blöcken mit Kugelschreiber geschrieben) eingetragen. Die Polizisten wollten meist nur Namen, Passnummern, Route und Fahrzeug wissen. Die Polizisten haben immer andere Uniformen, je nach Bundesland: mal dunkelgrün, mal sandfarben, mal hellgrün. Die Leute in Usbekistan sind sehr sehr nett, viele winken, hupen und lächeln uns an, auch die Polizei!
Eindrücke aus Usbekistan
Durch den Sand wurde unser Auto sehr schmutzig, man kann die Sticker kaum noch erkennen! Um bis nach Qarshi via Bukhara zu kommen, mussten wir unsere letzten Benzin-Reserven im Kanister einsetzen. In Bukhara haben wir dann eine staatliche Tankstelle gefunden, die auch Benzin verkauft. Nur leider dürfen sie unsere Kanister nicht befüllen (warscheinlich wegen dem Schwarzmarkt, etc.)! Patrick konnte sie aber von unserem Vorhaben überzeugen (sie kannten sogar Österreich und Wien!), und so konnten wir 90 Liter frischen Benzin tanken und mit US-Dollar (1 $ = 2800 Sum) bezahlen.
Die Abendetappe nach Qarshi war länger, als wir uns wünschten, da die Strassen sehr schlecht wurden: Wir mussten die Stadt unbedingt vor 23 Uhr erreichen, um noch in ein Hotel einchecken zu können (man muss in Usbekistan jede Nacht nachweisen, wo man geschlafen hat). Wir dachten kurz, es würde sich nicht ausgehen, aber Marco stellte sich als sehr guter (und flotter!) Nachtfahrer heraus, und so kamen wir ganz kurz vor 23 Uhr in Qarshi an. Die Nachtfahrt war für uns alle sehr anstregend, jeder half, mitzuschauen und mögliche Schlaglöcher oder Hindernisse zu erkennen.
In der Kleinstadt angekommen fuhren wir zu der Adresse, die wir uns zuvor in Nukus zurechtgelegt hatten. Diese Adresse führte uns aber in irgendeine Hintergasse, und wir fühlten uns schwer verloren! Doch plötzlich kamen zufällig Leute aus einem Haus, wir fragten, und wie durch ein Wunder waren das die "Hotel"-Betreiber! Sie sahen mindestens so überrascht aus wie wir, und boten uns sofort ein Zimmer für umgerechnet 20 US-Dollar an :-)
Das Zimmer war zwar nicht das schönste, aber wir bekamen sogar eine eigene Garage, und freuten uns, doch ein Dach über dem Kopf zu haben.
Tag 15: Usbekistan
Heute sind wir wiedermal in einer Wüste aufgewacht: Am Morgen begrüsste uns die Usbekische Sonne, beim Zähneputzen gab es 360 Grad rundherum exakt nichts zu sehen ausser Sand und komische 20cm hohe Büsche. Auch keine Tiere, Fahrzeuge, Menschen - nichts! Auch in der Nacht war es komplett (und etwas gespänstisch) ruhig, aber so einen schönen und klaren Himmel haben wir dafür noch nie gesehen! Man sah ungefähr 10 mal mehr Sterne, als wir es vom Österreichischen Nachthimmel gewohnt sind. Selbst die Milchstrasse war sehr schön zu sehen!
Gleich der erste Abschnitt war etwas besonderes: Rund 250 Kilometer ohne eine einzige Kurve! Wir fuhren rund zwei Stunden nur gerade aus, aber wirklich schnurgeradeaus (sieht man sicher am Tracking)! Die Strasse wurde sehr gut, wir konnten die (sehr niedrige) Leistungsgrenze von Bruno komplett ausnutzen! Nach rund drei Stunden, und einigen leichten Kurven, wurde die Strasse wieder sehr schlecht, nur um dann nach 20 Kilometer auf eine komplett neue "Autobahn" zu führen. Der Asphalt für die letzten 150 km nach Nukus, wo wir übernachten sollten, war wirklich komplett neu! Was für eine Freude :-)
Usbekische Landschaft
Rund eine Stunde vor Nukus wurden wir beim Nachtanken aus unseren Kanistern von euphorischem Hupen überrascht: Ein anderes Rally-Team namens "Dänish Detour" kam vorbei, und blieb bei uns stehen. Die drei Dänischen Jungs waren sehr freundlich, und wir plauderten ein wenig. Sie waren es, die die Grenzpolizisten am selben Tag wie uns (aber vor uns) gesehen hatten. Sie sind in einem sehr alten Toyota Starlight unterwegs, der definitiv etwas schlechter gebaut ist als unser Bruno, unterwegs, und hatten für diesen Tag das selbe Ziel wie wir. Sie gaben uns noch die Adresse ihres Hotels in Nukus, und fuhren weiter (nur um dann 10 km später wieder von uns überholt zu werden ;-) ).
Wir haben das "Hotel" dann auch gefunden, und auch wenn es nicht wirklich 4* hat, waren wir mit den Duschen und Toiletten sehr zufrieden! Im Hotel-Restaurant gönnten wir uns dann noch undefinierbare Nudel-Speisen, die aber sehr lecker waren, und machten uns auf den Weg, um Benzin aufzutreiben. Bei der Suche des Hotels haben wir schon festgestellt, dass es hier grundsätzlich nur Propan-Gas-Autos gibt, und auch nur solche Tankstellen. Benzin (95 Oktan), wie wir in benötigten, gibt es offiziell nicht. Die Rezeptionistin war etwas überfordert mit unserer Frage nach Tankstellen, doch ein zuhörender "Tourist-Driver" mischte sich gottseidank ein, um uns aus der Patsche zu helfen (aktueller Tank-Stand waren rund 15 Liter).
Unser Hotel in Nukus
Er bot uns an, mit uns Benzin kaufen zu fahren, und auch unsere US-Dollar zu wechseln. Für 180.000 Usbekistan-Sun, die er uns zu einem Kurs von 1 Dollar = 2500 Sun wechselte (laut Rezeptionistin würden wir bei der Bank für einen US-Dollar 2300 Sun, auf dem Bazar/Schwarzmarkt 3000 Sun bekommen, obwohl sie dazu sagte, dass der Bazar "dangerous" sei), könnten wir 60 Liter kaufen. Marco blieb im Hotel, und Patrick, Dominik und der nette Herr mittleren Alters machten sich auf den Weg, Benzin zu kaufen.
Wir fuhren nur rund einen Kilometer, eher er einen Usbekischen Passanten nach dem Weg (oder so) fragte. Dieser deutete auf ein unbewohnt aussehendes Haus 100 Meter weiter, und der "Tourist-Driver" meinte, wir sollen dort hinfahren und parken. Er klopfte an eine Tür, feilschte etwas (der Preis für "Premium" 91er Benzin wurde auf 3600 Sun ausverhandelt), und plötzlich kam ein Hemd- und Schuh-loser Bewohner mit hektischen Bewegungen und ein paar sehr alten Kanistern auf uns zu. Patrick ging mit ihm mit, und ließ in unsere Kanister 20 Liter füllen. Die restlichen 30 Liter von den 50, die wir für die 180.000 Sun = 72 US-Dollar gekauft hatten, füllten wir in den Autotank. Alles ging sehr schnell, und der Mann hatte offenbar etwas Stress beim befüllen. User Helfer wartete im Schatten, und gab uns von der Weite noch den Tipp, den Benzin mit dem Finger zu testen, und darauf zu achten, dass er schnell verdampft (ein Zeichen für die Qualität des Benzins).
Nach rund 5 Minuten des Hinterhof-Tankens saßen wir wieder mit dem netten Herrn im Auto Richtung Hotel zurück. Er erklärte uns noch für dumm, dass wir nicht mehr Zeit in Usbekistan verbringen (wegen den Sehenswürdigkeiten - er war ja schließlich "Tourist-Driver"), und meinte, wir sollen im Verkehr gut aufpassen, denn alle seien betrunken und können nicht autofahren. Er sagte auch, wir sollten in der Nacht fahren, da dann weniger Verkehr sei. Beim Hotel angekommen gaben wir ihm seine 72 US-Dollar, um gleich darauf ein Angebot für unsere zwei Ersatzreifen am Dach für 100 US-Dollar zu bekommen :-) Er zeigte uns seine Reifen an seinem Chevrolet (Daewo), die wirklich nicht gut aussahen! Wir lehten aber freundlich ab, was ihm zwar nicht so gefiel, aber dennoch wünschte er uns eine gute Reise.
Erleichtert über den erfolgreichen Benzin-Kauf (wenn auch 50 Liter für 72 US-Dollar) machten wir uns auf eine kleine Erkundungstour zu Fuss. Wir besuchten den Basar in Nukus, der wirklich ein Basar war: An die hundert kleine Stände, an denne man alles von der Zahnpasta bis zur Kreissäge, von Mehl bis Eier und Fleisch, und auch Kleidung und Schuhe kaufen konnte. Die Stände waren alle fast gleich groß, rund 3x3 Meter, und waren alle sehr ordentlich sortiert, so dass man alle Waren auf einen Blick sehen konnte. Die Stimmung war sehr hektisch, und es wurde an allen Ecken gefeilscht. Wir fragten freundlich, ob wir Bilder machen dürfen, und konnten so sogar einige Stände fotografieren:
Nach dem erfolgreichen Ausflug zum Basar gönnten sich Patrick und Marco noch ein Bier im Gastgarten des Hotels (Dominik blieb, vernünftigerweise, bei Eistee ;-) ). Ein paar Tische weiter saß der "Tourist-Driver", der uns beim Benzin-Kauf half. Nach einer Weile ergab sich wieder ein Gespräch mit ihm, und ein paar Momente später saß er schon an unserem Tisch, und die Landkarte von Usbekistan war ausgebreitet. Er erklärte uns unsere Route, wo wir fahren sollen und wo nicht, wie wir mit der Polizei umgehen sollen und klärte uns auch über die politische Lage und Geschichte der Region auf. Es leben anscheinend sehr viele verschiedene Volksgruppen hier, und nach dem Zerfall der Soviet-Union wurden die Landesgrenzen eher zufällig gezogen, wodurch viele Familien und Volksgruppen getrennt wurden. Auch er hat Verwandte in Turkmenistan und Tajikistan, kann sie aber aus politischen Gründen nicht sehen.
Seiner Empfehlung nach ändern wir auch unsere Route: Es geht nicht nach Samarqand, sondern fahren direkt via Bukhara nach Qarshi, wo wir ein Hotel suchen werden. Wir werden auch am Weg Khiva besuchen, von dem er mehrmals schwärmte. Er klärte uns auch über Fahrzeiten und Fahrbahn-Zustand auf, und meinte, die Grenze nach Tajikistan werde kein Problem werden. Wir bedankten uns mehrmals bei ihm, und er zeigte uns auch noch das Yurt, in dem er im Gastgarten übernachtet (solche Yurte sind mobile Zelte, wobei dieses fix dort steht, und es gibt sie vor allem in Kasachstan und der Mongolei):
Das Yurt in unserem Hotel, in dem der "Tourist-Driver" schlief
Tag 14: Kasachstan
Nach dem Straßen-Horror des vergangenen Tages (genauer: der letzten Abschnitte vor und nach der Grenze) stellten wir uns heute morgen wieder auf schlechte Straßen ein. So war es dann auch für rund 60 km, doch dann tat sich auf einmal eine wunderbar neue Straße auf, wo man nicht an Schlaglöcher denken musste.
Nach stundenlangem Gerade-Aus im Nirgendwo kamen wir nach Atyrau, wo wir in einem "Einkaufszentrum", das eher wie ein Basar in einem großen Gebäude aussah, einen Supermarkt fanden. Dort kaufen wir Wasser und etwas Essen ein, um die nächsten Tage auszukommen. Es folgte wieder stundenlanges Fahren im Nirgendwo, ehe wir in einem kleinen Ort Benzin suchen mussten. Die Tankstellen sahen nicht sehr gut (bzw. sogar unbewohnt) aus, und natürlich hat dort noch nie jemand etwas von Super-Benzin gehört. Etwas ausserhalb des Orts fanden wir dann eine staatliche Tankstelle, die sogar Schilder mit Preisen, und 92-Oktan-Benzin hatte! Wir freuten uns natürlich zu früh, denn man konnte dort selbstverständlich nicht mit Kreditkarte oder US-Dollar bezahlen. Die Dame schickte uns aber zu einer Bank, wo wir Bargeld am Bankomaten abheben konnten. Bewaffnet mit nationaler Währung fuhren wir zurück zur Tankstelle, und füllten Tank und die beiden Kanister auf unserem Dach komplett voll, um mindestens bis zur Grenze von Usbekistan und noch ein paar hundert Kilometer weiter zu kommen.
Die letzten 85 km bis zur Grenze waren genau so schlecht wie die ersten Kilometer, die wir in Kasachstan gefahren sind: Maximal 30 km/h, riesige Schlaglöcher und sehr holprige Oberflächen. Wir kamen gegen 18:30 bei der Grenze an, wo wir zuerst die Kasachische Ausreise überstehen mussten. Die Dame beim Auto-Export-Schalter, bei dem wir unser Auto registrieren mussten, war zwar sehr nett und freundlich, konnte aber mit uns nicht wirklich auf Englisch kommunizieren. Fragen wie die Farbe des Autos oder der Hubraum waren riesige Hürden, die wir aber mit viel Lächeln und sie mit viel Geduld meistern konnten. Nach rund einer Stunde durften wir weiterfahren, um dann nach 100 Metern vor den Usbekischen Toren zu stehen. Wir waren zwar das zweite Auto in der Schlange (von 3 Autos), wurden aber aus irgendeinem Grund vorgelassen. Der Grenzübertritt war der bisher bürokratischste: Wir mussten uns aufteilen, Patrick als "Car-Owner" musste das Auto registrieren, Kopien der Fahrzeug-Dokumente machen lassen, und dann seine persönlichen Gegenstände deklarieren. Dominik und Marco wurden als "Passengers" eingstuft - sie durften ihr gesammtes Bargeld zählen und penibelst angeben, und ihr Gepäck durchsuchen lassen. Während die zwei "Passengers" versuchten, sich aus der mühevollen Kontrolle zu lächeln, freundete sich Patrick mit rund 10 LKW-Fahrern an, die auch vor dem BAHK-Schalter (Bank-Schalter) warteten, um ihre Dokumente dort kopieren zu lassen (die Grenz-Offiziere haben anscheinend keinen Kopierer - nur die Bank). Er amüsierte sich mit den LKW-Fahrern prächtig - sie ließen ihn sogar vor - nur vom Schlafmohn, die sie andauernd kauten, ließen sie ihn leider nicht probieren ;-)
Als wir alles deklariert und ausgefüllt hatten, kam noch die Fahrzeugkontrolle dran. Genau wie bei der vorherigen Grenze schaffte es Bruno auch hier nicht auf den Überprüfungs-Graben, da die Metall-Einrahmung zu hoch war. Die Autos vor uns mussten alles, inklusive Ersatzreifen und Pannendreieck, ausräumen und überprüfen lassen. Wir sahen das, und hatten die Sorge, selber alles ausräumen zu müssen. Ein etwas älterer Offizier, von dem wir später erfuhren, dass er der Ranghöchste war, begann die Kontrolle mit folgendem (gebrochen-Englischen) Satz: "Do you have a pen to write?" und zeigte auf die weißen Unterschriften auf unserem Auto. Beängstigt gaben wir ihm unseren weißen Lack-Stift, und er setzte direkt auf der Motorhaube an: "Good Luck, Austria!" schrieb er, und grinste uns stolz an :-)
Diese Bestechung der anderen Art gab auch den Ton der Kontrolle an: Vor allem Marcos Handscheinwerfer begeisterte die rund 8 Grenzmänner, die um unser Auto standen und es unter anderem vor Diebstahl beschützten. Die Kontrolle war gottseidank sehr leger, und nach insgesamt einer Stunde öffnete sich uns das Tor zu Usbekistan.
Wir fuhren noch ein paar Kilometer, ehe wir wieder etwas abseits der Strasse unser "Lager" im Auto aufschlugen.















































































































