wir haben es geschafft!         am 16.08.2014 haben wir die ziellinie in ulaanbaatar erreicht!            im logbuch kannst du alles ueber unser abenteuer nachlesen!

Tag 17: Usbekistan, Tajikistan

Auch heute gab es ein Ziel: Dushanbe in Tajikistan! Nach einem sehr merkwürdigen Frühstück (Tee, "Spiegelei", "Wurst") machten wir uns sehr früh auf Richtung Osten. Die Strassen waren besser als erwartet, und wir erreichten die sehr verlorene Grenze von Usbekistan und Tajikistan am frühen Nachmittag. Die Grenzpolizisten waren wieder sehr freundlich, auf der Tajikischen Seite trafen wir sogar einen LKW-Fahrer wieder, mit dem Patrick an der Kasachisch-Usbekischen Grenze geplaudert hatte. Die Zoll-Kontroleure waren mehr an unseren iPods, als an den Drogen interessiert, die wir in unserem Auto versteckten (nein, wir haben keine Drogen und auch keine versteckt!) ;-)

Die noch 40 km von der Grenze bis Dushanbe waren eine riesen Baustelle, wobei Abschnitte schon fertig und daher sehr gut waren. Wir erfreuten uns an der Automarken-Vielfalt, die uns ja in Usbekistan so sehr fehlte, und kamen nach etwas mehr als einer Stunde in die Tajikische Hauptstadt.

Uns fiel sofort auf, dass der Lebensstandard hier wohl höher ist als in Usbekistan: Schöne, große Autos, gutgepflegte Häuser und Strassen, und gut gekleidete Menschen. Wir steuerten das erstbeste Hotel an ("Hotel Tajikistan"), nur um an der Rezeption dann zu erfahren, dass wir hier 150 US-Dollar pro Nacht bezahlen müssten.

Das war natürlich zuviel für unser kleines Rally-Budget, und so suchten wir weiter. Als nächstes steuerten wir einen Eintrag in unserem Lonely-Planet-Reiseführer an, welcher sich als Goldgriff erwies: In einem Hinterhof, und komplett unbeschildert, klopften wir an eine große Eisentür, nur um Augenblicke später mitten in "Marian's Guesthouse" und dem dazugehörigen, riesigen Garten zu stehen! Wir fuhren noch schnell zu einer (schwer überranten) Tankstelle, um all unsere Reserven wieder aufzufüllen, und checkten im "Guesthouse" ein.

Der sehr freundliche Betreiber zeigte uns unser Zimmer, und per Zufall trafen wir auch unsere Nachbarn, ein Ehepaar aus Deutschland, das per Fahrrad den Weg Richtung Osh in Kirgistan zu bestreiten. Wir plauderten eine Weile über Details unserer Reisen, Dushanbe und sonstiges, und nahmen dann einen ihrer Tipps zur Stadt wahr und suchten das von ihnen empfohlene Restaurant auf.

Natürlich hat man dort von US-Dollar oder Euro oder Visa-Karte noch nie was gehört, und so mussten wir noch einen Bankomaten suchen. Mit frischen Tajikischen Somoni (oder so) ausgestattet versuchten wir noch ein zweites Mal unser Restaurant-Glück, und siehe da, ein paar Minuten des Ignorierens seitens der Kellnerin später saßen wir vor einer typisch Tajikischen Mahlzeit: Layman, eine Art Hühnersuppe mit Nudeln und Kartoffeln. War sehr lecker, und nach unserer langen Fahrt am Vortag bitter nötig!

Satt und zufrieden machten wir uns auf den Heimweg Richtung Guesthouse, und philosophierten noch über die Abenteuer, die auf uns in den kommenden Tagen am Pamir Highway zukommen würden.