wir haben es geschafft!         am 16.08.2014 haben wir die ziellinie in ulaanbaatar erreicht!            im logbuch kannst du alles ueber unser abenteuer nachlesen!

Das Logbuch

Tag 25: Kasachstan, Russland

Das heutige Ziel war klar: Barnaul in Russland, von wo es nur mehr eine Tagesfahrt bis zur Mongolischen Grenze sein sollte. Der Weg dorthin war leider wieder sehr unspektakulär.

Bis zur Grenze passierte nichts besonderes - nur viel Kasachische Landschaft, die wie immer sehr flach und äusserst dünn besiedelt war. Je weiter nördlich wir kamen, desto mehr Vegetation gab es - nahe der Grenze sogar Wälder und Ackerflächen, wie wir sie aus dem Mühlviertel kennen.

An der Grenze angekommen trafen wir ein Team aus Irland, welches direkt vor uns in der Schlange stand. Nach einer halben Stunde öffnete sich der Kasachische Balken für uns, und wir durften ausreisen, nur um vor der Russichen Grenze wieder fast zwei Stunden warten zu dürfen. Der Platz zwischen den beiden Posten war nicht groß - vielleicht 100 Meter - es haben sich jedoch gleich 6 (!) Spuren an Autos gebildet, die jeden verfügbaren Platz ausnutzen, um schneller nach vorne zu kommen.

Patrick, zu der Zeit am Lenkrad, schlug sich Tapfer im Kampf gegen die Russischen Autos, und nach insgesammt drei Stunden passierten wir die Kasachisch-Russische Grenze in Richtung Barnaul.

Dort angekommen suchten wir nach einem Hotel, was sich als relativ schwierig herausstellte, denn die ersten drei Hotels, die wir aufsuchten, hatten keine freien Zimmer mehr! Erst das vierte Hotel, das wir ansteuerten, nahm uns auf.

Das Abendprogramm war klar: Noch einmal Internet ausnutzen, bevor es in die Mongolei ging, und ein möglichst westliches Restaurant aufsuchen, um unsere etwas beleidigten Mägen zu besänftigen. Wir wurden fündig, und bestellten uns gleich drei große Pizzas in einem Papa Jones Pizza Restaurant :-)


Tag 24: Kasachstan

Der heutige Tag war noch unspektakulärer, als der vorherige: Wir wollten soweit es geht nach Norden kommen, um Russland bald zu erreichen. Die mehr als 1000 km bis zur Russichen Grenze waren in einem Tag nicht realistisch, und so freundeten wir uns bald mit dem Gedanken an, irgendwo in der Kasachischen Wildnis zu campen.

Einzig erwähnenswert, und das aus unserer Sicht negativ, war die riesen Baustelle, die mehr als 220 km ab Almaty dauerte: Neben uns sahen wir hunderte Kilometer eine komplett neue Strasse, die jedoch noch gesperrt war. So durften wir fast vier Stunden lang daneben auf einer Umleitungs-Schotter-Strasse fahren.

Schlussendlich hielten wir 350 km vor der Russischen Grenze in einem Feld, packten unsere Camping-Kocher und die Instant-Asia-Nudeln aus, und machten Abendessen. Vorm Schlafengehen sahen wir uns noch den Film "Grand Budapest Hotel" auf Marcos Laptop, auf dem wir auch diese Logbuch-Einträge schreiben, an (der Film ist sehr empfehlenswert!) und schliefen in unseren bequemen Auto-Sesseln (nein, nicht bequem!) ein.


Tag 23: Kirgistan, Kasachstan

Auch heute Morgen hatten die Jungs aus dem anderen Team noch Magenprobleme, weshalb wir unsere Konvoi-Pläne, die uns Richtung Almaty in Kasachstan führen sollten, über den Haufen werfen mussten.

Und so brachen wir ohne gefrühstückt zu haben alleine Richtung Kasachstan auf. Die Fahrt, genauso wie die Landschaft, war unspektakulär. Wir brauchten ziemlich lange an der Kasachischen Grenze, wo Patricks (nicht vorhandenen) Russisch-Kenntnisse schwer geprüft wurden.

In Almaty angekommen spürten wir sofort den Flair der Stadt: Offensichtlich ging es den Menschen hier finanziell besser als in den vergangenen -stans, denn die Häuser wurden zu Hochhäusern, und die Ladas zu Lexus. Nach etwas suchen fanden wir das angepeilte Hostel, wo wir offenbar die einzigen Gäste waren.

Sofort machten wir uns auf die Suche nach dem Burger King Restaurant, welches es angeblich in der Stadt geben soll. Die Karte zeigte rund 5 km Gehweg, und Patrick sah schon etwas schwach auf den Füßen aus. Aus diesem Grund versuchten wir es mit der U-Bahn Almatys. Wir erwarteten schlimmes, doch was nach den rund 90 Cent für drei Fahrttickets kam, konnten wir fast nicht glauben: Eine komplett neue, super-saubere U-Bahn-Station, und auch der Zug und die Ziel-Station waren in perfektem Zustand!

Getrieben vom Hunger fanden wir den Burger King natürlich, und schlugen uns die Mägen mit billigem Fast-Food voll. Zufrieden vom gewohnten Geschmack machten wir uns noch auf einen kurzen Rundgang in der Fussgänger-Zone von Almaty, bevor wir mit der U-Bahn zurück ins Hostel fuhren.

Dort angekommen freuten wir uns zuerst über das tolle WLAN, doch nach ein paar Minuten brach die Verbindung ab, und funktionierte bis zur Abreise nicht mehr :-( Auch Erklär-Versuche beim Rezeptionisten, er möge doch bitte das Gerät aus- und wieder einstecken, halfen nichts und so mussten wir Internet-los ins (unbequeme) Hostel-Bett gehen.


Tag 22: Kirgistan

Der heutige Tag hat endlich wiedermal mit einem guten Frühstück begonnen: Es gab eine Art Palatschinken, und Patrick und Marco haben am Vorabend Nutella gekauft. Gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Bishkek, das rund eine Tagesfahrt entfernt liegt.

Am Vormittag trafen wir ein anderes Team. Drei sehr nette Schotten, die in Edingburgh Medizin studieren, standen mit ihrem Nissan Micra am Strassenrand, um ihren Motor etwas abkühlen zu lassen. Wir blieben stehen, plauderten ein wenig, und beschlossen, gemeinsam im Konvoi nach Bishkek zu fahren.

Die Strasse war spektakulär: Es folgte Passstraße an Passstraße, allesamt sehr gut ausgebaut, mit schönem Ausblick und nicht allzuviel Verkehr. Leider war der Nissan Micra bergauf nicht der allerflotteste, aber dafür holten die Jungs bergab einiges an Zeit heraus ;-)

Wir gaben ihnen eines unserer beiden Walkie-Talkies, und es folgten einige witzige Funksprüche. Auf einer langen Geraden wurden wir, als wir gerade hinter dem Micra fuhren, von der Polizei zur Seite gewunken. Anscheinend gilt in Kirgistan Tagfahrlichtpflicht, was wir leider nicht wussten! 20 $ später war der grantige Polizist wieder freundlich, und wir durften (diesmal mit Licht) weiterfahren.

Erst gegen Abend kamen wir in Bishkek an, und fanden gleich auf anhieb das anvisierte Hotel. Man sprach dort leider kein Wort Englisch, dafür konnte eine der Kirgisinnen dort Deutsch! Wir nahmen drei Zweier-Zimmer und teilten uns eines mit dem anderen Team.

Ein paar Spagetti-Nudeln frisch vom Camping-Kocher später fanden wir uns mit einem etwas älteren Deutschen Ehepaar an der Hotel-Bar wieder, und die beiden erzählten von ihren Reisen auf der ganzen Welt. Als die Hotel-Bar dann zusperrte war es Zeit für unseren Schönheitsschlaf, der für Dominik, der sich ein Zimmer mit Ean aus dem anderen Team teilte, leider nicht wie von der Schönheitsfee verordnet allerruhigst verlief: Ean bekam leider, wie auch ein Teamkollege von ihm, Magenprobleme und verbrachte mehr Zeit auf der Toilette als im Bett...