wir haben es geschafft!         am 16.08.2014 haben wir die ziellinie in ulaanbaatar erreicht!            im logbuch kannst du alles ueber unser abenteuer nachlesen!

Tag 9: Ukraine

In einem Auto aufwachen ist nicht so toll, wie Dominik heute erfahren durfte. Und dann verweigerte uns die Rezeptionistin auch noch das Frühstück für drei, obwohl wir für drei Personen bezahlt hatten, da das Zimmer nur zwei Betten hat... also wiedermal auf zu McDonalds, der gottseidank gleich um die Ecke war. Ein Frühstücks-Wrap später war auch Dominiks Welt wieder in Ordnung :-)

Das "Hotel" in Odessa

Wir machten uns gleich auf den Weg Richtung Kiew, das rund 550 km entfernt von Odessa liegt. Nur zweimal abbiegen, dann für 540 km immer gerade aus - Patrick war am Steuer, und von dieser riesigen Aufgabe nicht unbedingt überwältigt. Die Autobahn war erträglich, wenn abschnittsweise auch nicht einer Autobahn würdig. Um 15 Uhr fanden wir uns auf einer Tankstelle 10 km vor Kiew wieder, wo wir uns am gratis WLAN erfreuten, und gleichmal eine Karte von Kiew suchten.

Die Autobahn nach Kiew, und Marco beim "WLAN-Klau"

Zwar hatten wir die Adresse eines Hotels, konnten es aus verschiedenen Gründen (Kyrillisches Alphabet, Unfähigkeit, etc.) aber nicht finden... auch an der richtigen Adresse in Kiew lies sich das Hotel nicht blicken. Begünstigt wurde das ganze durch die Barrikaden, Strassensperren und Militär-Zelte in der Innenstadt natürlich nicht: Seit den Unruhen in Kiew, die bis Februar dieses Jahres gedauert haben, wurden die Zeichen der Strassenschlachten nicht entfernt, sondern werden sogar als Art Freiluft-Museum stehen gelassen.

Nach ein paar Kreisen um die Innenstadt haben wir das Hotel dann doch gefunden, nur um bei der Rezeptionistin feststellen zu müssen, dass dieses Hotel unser Rally-Budget leider bei weitem überschreitet :-( Dominik passte auf das Auto auf, und Marco und Patrick machten sich auf eine Hotel-Erkundungstour. Nach rund 20 Minuten kamen sie mit guten Nachrichten zurück: Es sei ein Hotel gefunden worden, und das gleich um die Ecke! Wir machten uns auf den Weg dorthin, und was uns bei der Zufahrt zum Hotel begegnete, war nicht sehr beruhigend, doch seht selbst:

Wir waren im Hotel Ukraine gelandet, welches auf einem Hügel mitten vor dem Majdan Nesaleschnosti, dem Unabhängigkeitsplatz, auf dem die Unruhen bis Februar stattgefunden haben, steht. Rund um das Hotel stehen noch die Strassensperren, Barrikaden und Unterkünfte der Protestanten. Im Hotel, welches durch das Militär geschützt wird, sind fast nur Journalisten zu sehen. Der billige Preis (wohl wegen der geringen Nachfrage), der bewachte Parkplatz und die gute Aussicht haben uns sofort überzeugt :-)

Aber keine Angst: Es ist alles sehr ruhig und friedlich hier, wir müssen uns vor nichts und niemandem fürchten. Kiew präsentiert sich zwar an diesem einen Ort etwas wild (es fehlen zB. rund um den Platz viele Pflastersteine, da man dies zum Werfen und zum Bauen von Barrikaden verwendet hat), aber ansonsten sehr schön!

Nach ein paar Versorgungs-Einkäufen, dem klassischen Abendessen der Baatarnators ("Three Big Mac Menus, please!") und einem Spaziergang durch die Stadt fielen wir hundemüde in unsere Hotelbetten. Eine im Vergleich zum Vortag etwas langweilige Fahrt hat an einem spannenden Ort geendet!