Tag 30: Mongolei 4
Die Nacht war wirlich mehr als ruhig, denn wir waren rund einen Kilometer von der Strasse und hinter einem Hügel versteckt gut geschützt. Der Sternenhimmel war unbeschreiblich klar, und wie auch die letzten Tage weckte uns lediglich die Mongolische Morgensonne :-)
Wir beschlossen, die letzten Meilen bis ins Ziel, rund zwei Tage, gemeinsam mit Nicole und Jordan zu fahren, was vor allem in unserem Interesse - wegen der Autoprobleme und ihren Abschleppkünsten - lag. Nach ein paar Stunden waren uns Jordan und Nicole etwas voraus, bis wir sie an einer Art Denkmal vor einem Ort wiedersahen (sie machten gerade lustige Fotos vor dem schönen Hintergrund). Als wir zu ihnen kamen sahen wir auch noch zwei andere Teams, wie sie auf den Ort zufuhren: Zwei Schweden, die wir bereits an der Mongolischen Grenze kurz getroffen hatten, und ein zweites Team aus Engländern.
Fotoshooting und Meetingpoint
Sie kamen zu uns, wir plauderten ein bisschen, und fuhren gemeinsam in den 4 km entfernten Ort, wo wir tankten und einen Supermarkt besuchten.
Der Weg zum Dorf
Ein (sehr grosser!) Mongolischer Supermarkt
Die Landkarte versprach bessere Strassen ab dem Ort, und so war es auch: Nach umgerechnet 45 Cent Benützungsgebühr durften wir auf einer frisch asphaltierten Strasse rund 100 km verbringen, was nicht nur uns, sondern auch Bruno gut tat. Wir verloren die Schweden und Engländer relativ schnell, da sie ein schnelleres Tempo hatten.
Rund eine Stunde nach dem Ort bogen wir ab und fuhren etwas abseits der neuen Strasse, um einen Blick in ein echtes Yurt zu werfen und mit der dort wohnenden Familie ein Foto zu machen. Jordan fragte einfach beim erstbesten Yurt nach, und siehe da: Sie waren sehr freundlich und sehr fotogen :-)
Ein Kurzbesuch bei einer Mongolischen Familie
Gemeinsam mit Jordan und Nicole fuhren wir einige Stunden, bis wir zu einem Pferdedenkmal kamen, welches wir uns ansahen. Leider verstanden wir kein Wort auf den Tafeln, und so konnten wir nur raten, worum es sich bei diesem Denkmal handelte ;-)
Das Autofahren machte, nachdem wir nun zwei Tage lang eher schlechte Strassen hatten und Bruno schwer gelitten hat, auf den neuen Strassen echt Spass!
Autofahren auf guten Strassen in der Mongolei
Unser Plan für den Tag war, dass wir bis 200 km vor Ulaanbaatar fahren und dort campen, um am kommenden Tag bequem um die Mittagszeit die Ziellinie zu erreichen.
Unweit eines kleinen Ortes, ziemlich genau diese 200 km vom Ziel entfernt, suchten wir uns einen passenden Platz am Fuss eines Hügels neben der Hauptstrasse. Doch rund 20 Meter vor dem anvisierten Plätzchen gab Bruno plötzlich wieder den Geist auf! Wir checkten das Auto - es war wieder die Sicherung - und bei genauerem Hinsehen entdeckten wir böses: Benzin tropfte von der Unterseite unseres Autos!
Eine genauere Inspektion ergab, dass sich das Hitzeblech des Auspuffs verbogen und vertschüsst hatte, und der Auspuff einen Teil unseres (Plastik-)Benzintanks geschmolzen hatte! Es entstand ein etwa Cent-Stück-grosses Loch im Tank, und der Benzin tropfte...! Nicole fuhr mit Patrick im roten Nissan Micra in den nahegelegenen Ort, um einen Mechaniker aufzutreiben. Leider schlief dieser schon, doch man versprach uns Hilfe am kommenden Tag.
Wir konnten also an diesem Abend nichts mehr richten, und begnügten uns mit diesmal zwei Gängen Instant-Nudeln und Ravioli :-) Der Schlaf war diesmal hin- und hergerissen, zwischen Freude über die nahende Ziellinie, und Ratlosigkeit wegen dem doch sehr großen Loch in unserem Benzintank.






















































































