Tag 29: Mongolei 3
Auch heute entschlossen wir uns wieder, unser eigenes Glück zu suchen und fuhren unabhängig von Nicole und Jordan weiter.
Geblendet von der absolut prächtigen Landschaft und zu wenig beeindruckt von den miserablen Strassenverhältnissen machten wir weiter gutes Tempo, doch nach einem kräftigen Rumpler wurden wir wieder in die Rally-Realität gerissen: Patrick am Steuer, Stein am Strassenrand, und wir waren einen Hinterreifen und eine Vorderreifenfelge ärmer :-(
Nach ein paar Minuten, in denen wir den hinteren Reifen gewechselt hatten, holten uns Nicole und Jordan im roten Nissan Micra wieder ein, und Jordan half kräftig beim Reifenwechseln.
Die vordere Felge war komplett verbogen, doch wir konnten ihn (nach dem Vorbild der Kirgisischen Mechaniker, die unser Achsen-Lager gewechselt hatten) mit ein paar kräftigen Hammerschlägen wieder geradebiegen.
Wärend wir am Schrauben und Hammern waren, kamen zwei Fahrzeuge vorbei: Einmal ein Mongole, der eine Spazierfahrt in seinem Hummer H3 machte, und unbedingt ein Foto mit uns machen wollte, und ein Europäer, der als Fotograf für die Adventurists die typische Mongol Rally Route rückwärts fuhr, um möglichst viele Teams abzulichten. Nach ein paar netten Worten (und schönen Fotos) verabschiedeten wir uns wieder, und auch das Auto war wieder ready!
Zwei Reifenschäden auf einmal, ein Hummer und ein Fotograf
Wir beschlossen, den restlichen Tag gemeinsam mit Nicole und Jordan im Konvoi zu fahren, was sich als fast überlebenswichtig herausstellte. Ein Fluss versperrte uns den Weg, doch mit etwas Mut und viel Anlauf passierten wir die Stelle meisterhaft!
Eine Mongolische Waschstrasse
Auf die spektakuläre Überquerung folgte eine Fahrt in einem Flussbett, was riesen Spass machte! Wir drehten einige Videos und machten viele Fotos, und blödelten mit Nicole und Jordan rum.
Doch als wir das Ende des Flussbetts erreicht hatten, und eine kleine Steigung hinauf zur "richtigen" Strasse passierten, fing Bruno plötzlich an zu stottern, und gab schließlich komplett den Geist auf :-(
Aus Flussbett mach Strasse
Einige Start-Versuche später entschieden wir uns, uns von Jordan bis in ein 10 km entfertes Dorf abschleppen zu lassen, und darauf zu hoffen, dass sich dort jemand mit Autos auskennt.
Der brave Nissan Micra schleppte uns 10 km weit
Der letzte Anstieg vor dem Dorf brauchte zwei Anläufe, doch wir erreichten das Dorf sonst problemlos (wenn man Jordan's überkochenden Micra aussenvor lässt). Wir fanden dort auch einen Mechaniker, und dieser schien, wenn auch ohne Werkzeug, Garage oder Wagenheber, etwas von seinem Handwerk zu verstehen! Sofort zeigte er auf den Tank, und bestätigte somit unseren Verdacht, dass bei der Benzin-Versorgung etwas nicht in Ordnung ist.
Wir räumten das komplette Auto aus, und bauten die Rückbank aus, um an den Benzintank und die Benzinpumpe zu kommen. Ein paar mal mit dem Multimeter messen, mit dem Mongolen über kaputte Relais und Internet-Recherche diskutieren, und im Handbuch nachsehen später stand die Diagnose fest: Eine Sicherung war durchgebrannt :-)
So viel Aufwand für eine Sicherung (die im Motorraum bei der Autobatterie ist)
Wir tranken noch einen Papierbecher Bier mit den Mechanikern, und verabschiedeten uns, glücklich über das wieder funktionierende Auto, Richtung Osten. Ein paar Kilometer weiter campten wir wieder mit Nicole & Jordan zwischen drei Hügeln, um vor dem Wind geschützt zu sein. Der Ausblick war athemberaubend, und wir genossen wiedermal Instant-Nudeln im Sonnenuntergang ;-)













































































