wir haben es geschafft!         am 16.08.2014 haben wir die ziellinie in ulaanbaatar erreicht!            im logbuch kannst du alles ueber unser abenteuer nachlesen!

Tag 28: Mongolei 2

In der Mongolischen Wüste aufzuwachen hat was. Die Landschaft war athemberaubend, und das Licht der Monrgensonne unbeschreiblich!

Wir packten unsere Camping-Sachen ein, verabschiedeten uns von den anderen Teams (wir verständigten uns auf eine unabhängige Weiterreise, ausser, wir trafen wieder zufällig aufeinander, da wir unterschiedliche Tempos geplant hatten), und machten uns weiter auf den Weg durch die Mongolei.

Die Mongolische Landschaft

Unterwegs trafen wir die Italienische Ambulanz (auch ein Rally-Team), welche auch am Vortag die Grenze passierten. Sie hatten auch schlechten Diesel erwischt, und ihr Bus startete nicht mehr. Wir konnten ihnen leider nicht helfen, und fuhren nach einem kleinen Talk weiter.

Team Ambulanza
Ein Rettungsauto mit schlechtem, mongolischem Diesel

Die Stimmung war gut, die Strassen aber leider nicht: Die Schotter- und Sandstrassen verzweigten sich sehr oft, um dann später doch wieder in die selbe Strasse zu münden, und auf geraden Stücken hatten sich Waschbrett-artige Hügel gebildet, die unserem Auto nicht sehr gut taten.

Waschbrett-Strassen überall

Nach ein paar Stunden dann die erste Hiobs-Botschaft: Nachdem wir aufgrund eines komischen Geräusches stehen geblieben sind, entdeckten wir, dass sich einerseits die hintere Plastik-Schürze langsam verabschiedete (wir fixten sie mit Gaffa-Tape), und dass wir ein Schutzblech, welches unten auf den Plastik-Tank geklebt war, wohl auch bald verlieren werden. Auch die Hinterrad-Aufhängung klang ähnlich wie am Pamir-Highway, was bedeutete, dass wohl wieder ein Achsen-Lager seinen Job verweigerte.

Erste Auflösungsanzeichen unseres Autos

Wir entschieden uns, im nächsten Dorf einen Mechaniker zu suchen, und wenigstens das Achsen-Lager irgendwie tauschen zu lassen. Nach weiteren 200 km dort angekommen erwartete uns beim ersten (und einzigen) Kreisverkehr ein Schild: "Mongol Rally Car Service"! Ein lokaler Mechaniker hatte die Opportunität erkannt und spezialisierte sich auf die Reparatur der Rally-Autos. Wir fanden ihn 200 Meter später dann auch, und er machten sich daran, das kaputte Achsen-Lager zu tauschen.

Marco machte von der Strasse aus Fotos, als plötzlich ein italienisches Team vorbeifuhr. Die drei Jungs blieben auch stehen, und wurden sofort von einem Mongolen mit einem Angebot für ihren sehr gut dastehenden Fiat Panda konfrontiert. Nach ein bisschen Plaudern kamen auch noch Nicole und Jordan vom Team "Why Not?" vorbei, sahen die Italiener, und stoppten für einen Plausch.

Die Reparier-Technik des Mongolischen Mechanikers war, sagen wir, exotisch: Er schnitt mit einer Flex das Achsen-Lager-Gehäuse auf, und schweißte aus zwei (vermutlich) Mitsubishi Pajero-Teilen und der übrig gebliebenen Metall-Hülse unseres alten Lagers ein neues zusammen, und dieses Teil dann auch gleich in das Achsen-Lager-Gehäuse hinein! Die anderen anwesenden Mongolen waren sehr freundlich, verstanden aber leider (bis auf einen Mongolen) nur sehr wenig von dem, was wir auf Englisch und Mühlviertlerisch sagten.

Interessanterweise hat der Mechaniker (oder sein Sohn) bereits zwei Autos vergangener Mongol-Rallys gekauft: Auf seinem Parkplatz stand ein britischer Fiat Panda (rechts-gelenkt) und ein alter Fiat Panda, der an der allerersten Mongol Rally teilnahm! Er zeigte uns auch ein Bild eines Fiat Stilo, den er vor zwei Jahren von einem Rally-Team gekauft hat, und als sein Alltagsauto fuhr! Wir waren also in guten Händen ;-)

Mit Nicole und Jordan machten wir aus, dass sie ein paar Kilometer ausserhalb des Dorfes campen würden, und dort auf uns warten. Nach harten Preisverhandlungen mit dem Mongolischen Mechaniker (Patrick war der Good Cop, Dominik der Bad Cop) fanden wir die beiden dann auch gleich auf Anhieb, und wir genossen wiedermal Instant-Nudeln im Sonnenuntergang :-)